Möglichkeiten des Sequenzcontainers

Dieser Artikel bietet einen kurzen Blick auf die Möglichkeiten des Sequenzcontainers um Aktionen zu gruppieren und gezielt zu aktivieren oder deaktivieren.

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Business Intelligence und Reporting mit Microsoft SQL Server 2008

Das Buch erschlägt einen nicht nur wegen des Umfangs, sondern auch wegen der Vielzahl an Informationen. Es gliedert sich in sechs Teile:

  • Einführung und Installation
  • OLAP
  • Data Mining
  • SQL Server Integration Services
  • SQL Server Reporting Services
  • SQL Server Analysis Services-Programmierung

Insgesamt fünf Autoren haben ihren Teil dazu beigetragen dieses breite Spektrum von BI-Themen in einem Band zu vereinigen. Hierbei werden sowohl die Einsteiger als auch die Anwender mit Erfahrung auf ihre Kosten kommen. Es werden z. B. die Grundbegriffe von OLAP erläutert und auch auf die Grundlagen von Visual Studio wird eingegangen. Für die Umsteiger von SQL Server 2005 werden die Unterschiede zur Version 2008 hervorgehoben. Umsteigern von SQL Server 2000 werden alle Themen wegen des grundsätzlichen Technologiewandels wie Neuland erscheinen. Aber auch diese Zielgruppe wird auf ihre Kosten kommen.

Damit die ausführlichen Beispiele auch verständlich bleiben, haben die Autoren eine eigene Demo-Datenbank aufgebaut, die in ihrer Struktur einfacher ist, als die sonst in den Beispielen verwendete Adventure Works. Alle Demo-Daten lassen sich von der Web-Site zum Buch herunterladen.

Das Buch ist gut strukturiert aufgebaut und erleichtert die Nachvollziehbarkeit durch zahlreiche Screen-Shots. Dem Bereich Integration Services sind hier über 190 Seiten gewidmet und er ist sicherlich auch für Anwender ohne Bezug zu BI interessant. Ähnlich verhält es sich mit dem Teil über die Reporting Services, der natürlich auch ohne OLAP und Data Mining eingesetzt werden kann.

Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch, das zum Erlernen der Techniken und als Nachschlagewerk sehr gut geeignet ist.

SQL Server 2008 Reporting Services - Das Praxisbuch

Das vorliegende Buch ist für Einsteiger, Fortgeschrittene und Entwickler im Bereich Reporting Services gedacht. Es ist kein Buch für Administratoren.
Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit der Standard-Installation und ersten einfachen Schritten. Dies ist für Anwender mit Erfahrung definitiv zu langweilig und auch bei der Installation würde man wahrscheinlich einiges anders machen. Aber für Einsteiger geht alles relativ einfach und man hat ohne Probleme den ersten Bericht fertig gestellt. Die Punkte, die man mit etwas mehr Erfahrung und Hintergrund kritisieren würde, werden in späteren Kapiteln wieder aufgegriffen und dort dann im Detail erklärt. So wird hier z. B. der Einsatz des Konfigurationsmanagers nur gestreift, aber später doch noch detaillierter erläutert.

Kapitel 1 bis 13 bieten also dem Einsteiger einen leichten Weg, während bei den Themen ab Kapitel 14 auch die anderen auf ihre Kosten kommen. Wer jetzt denkt, das Buch ist dann aber bald zu Ende, sieht sich getäuscht, denn es umfasst immerhin 37 Kapitel.
Insgesamt gliedert es sich in die Bereiche
•    Einführung (1 - 7)
•    Entwicklung (8 - 17)
•    Management (18 - 25)
•    Profiwissen (26 – 31)
•    Programmierung (32 – 37)

Man beachte hier den Unterschied zwischen Entwicklung und Programmierung. Der erste Teil beschreibt die Entwicklung mit den gegebenen Designern/Tools, während im Bereich Programmierung schon ziemlich tief mit Code eingegriffen wird. Hierzu ist dann auch die Installation des .Net Framework SDK notwendig.

Einige Punkte habe ich vermisst, z. B. die Anbindung von anderen Datenbanken (z. B. Oracle) in Abfragen mit Parametern. Die (eingeschobenen) Profi-Tipps im Text kommen auch etwas zu kurz. Bei anderen Punkten kommt die Erkenntnis, was man beachten sollte, erst wenn man dieses Thema in einem späteren Kapitel wieder detailliert aufgreift. Hat man also z. B. alle Berichte mit benutzerspezifischen Datenquellen gebaut, erfährt man erst in Kapitel 28, dass dies für Abonnements nicht unterstützt wird. Die Auswirkungen für Administratoren werden leider gar nicht erwähnt, da z. B. alle Abonnements sich in Aufträgen des „SQL Server-Agents“ niederschlagen. Wie man die Zusammenhänge zwischen diesen herstellt und die Angaben welche Tabellen der ReportingService-Datenbank man als Administrator zur Überwachung einsetzen könnte, fehlen leider auch.
Aber das hatte ich ja zu Anfang schon gesagt, dies ist kein Buch für Administratoren.

Viele Screenshots und gut nachvollziehbare Beispiele runden das Bild dann positiv ab.
Zum Zeitpunkt dieser Revision war der Quellcode für das Buch leider über keine der angegebenen Adressen verfügbar.

Log Shipping ohne Vertrauensstellung

Nicht immer ist es einfach möglich ein Log Shipping zwischen zwei Servern aufzusetzen. Hier wird kurz erläutert, wie dies auch ohne Vertrauensstellung möglich ist.

Es gibt zwar einen Artikel (KB31247) in der Knowledge-Base, der verschiedene Szenarien beschreibt, aber in meinem aktuellen Fall, konnte ich diese Ansätze leider nicht verwenden. Die Aufgabenstellung war die Erstellung eines Log Shippings zwischen zwei Servern, deren Domänen sich nicht vertrauten und wo einer der Server noch nicht mal einer Domäne angehörte.

Beschreibung des Szenarios

Im Log Shipping benötigt der Secondary Server mehr Rechte als der Primary Server, da er sich die Logs vom Primary Server holen muss. Der SQLServer-Dienst auf dem Secondary Server benötigt also Zugriffe auf das File-System des Primary Servers.

Im aktuellen Fall läuft auf dem Secondary Server der SQLServer-Agent unter einem Domänen-Konto, wie dies auch empfohlen wird. Dieses Domänen-Konto kann aber keine Rechte auf dem Primary Server erhalten, da es dort nicht bekannt gemacht werden kann. Eine Umstellung auf ein anderes Konto für den Secondary Server war auch nicht gewünscht.

Lösung

  • Man erstellt zuerst auf dem Primary Server ein Windows-Konto, welches READ und CHANGE-Rechte auf dem Verzeichnis hat, wo die Logsicherungen abgelegt werden.
  • Man meldet sich remote mit dem Domänen-Konto, unter dem der SQLServer-Agent läuft, auf dem Secondary Server an.
  • Dort speichert man die Verbindungsinformationen für den Primary Server wie folgt (Beschreibung mit englischen Menüpunkten, da in der Regel die Server mit englischem Betriebssystem installiert sind):

    • Man öffnet das Menü "Control Panel"
    • und dort "Stored User Names and Passwords".
    • Dort wählt man "Add",
    • dann gibt man den Servernamen des Primary Servers und das Konto in der Form Servername\Konto an. Dazu gehört jetzt natürlich das Kennwort.

    Hierdurch ermöglicht man allen Verbindungen von diesem Server und dem aktuellen Konto (SQLServer-Agent) auf den anderen Server mit dem dort angelegten Konto ohne Angabe weiterer Informationen zuzugreifen.

  • Der SQLServer-Agent Job verwendet diese Informationen für den Connect zum Primary Server

Implementieren und Warten von SQL Server 2008

Das vorliegende Buch beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit diesen Themen:

• Installieren und Konfigurieren von SQL Server 2008
• Anlegen und Implementieren von Datenbankobjekten
• Implementieren von Hochverfügbarkeit und Notfallwiederherstellung
• Schützen von Instanzen, Datenbanken und Datenbankobjekten
• Überwachen von SQL Server-Instanzen und Beseitigen von Problemen

Es ist als Prüfungsvorbereitung und Selbststudium für den MCTS-Kurs (Microsoft Certified Technology Specialist) 70-432 erschienen.

Das Buch richtet sich ausdrücklich nicht an Anfänger, grundlegende Kenntnisse von SQL Server oder anderen Datenbanksystemen werden vorausgesetzt.
Es gliedert sich in 17 Kapitel, die nicht aufeinander aufbauen und auch unabhängig voneinander einen recht guten Einblick in ihre Themenbereiche geben.
So gibt es z. B. auf 25 Seiten viele Informationen zur Volltextindizierung mit Hinweisen dazu, wie sich SQL Server 2008 von den Vorgängerversionen unterscheidet und diversen Praxis- bzw. Prüfungs-Tipps.

Nach einigen Seiten Theorie wartet das Buch immer wieder mit

• Schnelltests,
• Übungen
• und Lernzielkontrollen auf.

Auf der beiliegenden CD finden sich Übungstests (in englischer Sprache) und die englische Version des Buches. Eine weitere DVD bringt eine Evaluierungsversion von SQL Server 2008 mit, wobei wahrscheinlich die meisten Leser bereits wenigstens einen SQL Server im Einsatz haben.

Wer allerdings erwartet solche Spezialfragen wie „Mit welcher Blockgrösse sollten die Platten des SAN formatiert werden“ oder auch „Was ist der Unterschied beim Einsatz eines 64 Bit-Betriebssystems“ beantwortet zu bekommen, wird nicht auf seine Kosten kommen. Dieses Buch ist für Administratoren gedacht und deckt alle Basis-Fragen des Betriebs ab. Spezialthemen wie auch der Einsatz der Features SSAS, SSIS, SSRS sind anderen Büchern vorbehalten. Dafür gibt es ein ganzes Kapitel zur Überwachung von SQL Server, welches auch den Einsatz des Systemmonitors, Profilers und die Diagnosemöglichkeiten bei Hardwarefehlern einschließt.

Sehr positiv fällt auf, dass zwar in den meisten Fällen die vollständige Syntax eines Befehls wiedergegeben wird, aber nicht der Versuch gemacht wird, die detaillierte Beschreibung aus der Online-Dokumentation zu kopieren. Deshalb kann sich das Buch auf die kurze Beschreibung der einzelnen Optionen beschränken, um die grundlegenden Möglichkeiten eines Befehls darzustellen. Im Folgenden werden dann eher die Einsatzmöglichkeiten der Befehle für verschiedene Szenarien aufgeführt.

Insgesamt ein Buch, das sich zum Selbststudium für Administratoren sehr gut eignet und durch die Unabhängigkeit der Kapitel auch einen schnellen Einstieg in einzelne Themenbereiche ermöglicht.

Implementieren und Warten von SQL Server 2008
687 Seiten (Hardcover)
CD-ROM PC
erschienen bei Microsoft-Press 05/2009
Best.Nr.: MS-5932
ISBN-10: 3-86645-932-7
ISBN-13: 978-3-86645-932-8