Pro SQL Server Disaster Recovery

Datenbank-Server können (und werden) ebenso ausfallen wie alle anderen elektronischen Geräte. Von daher ist es grob fahrlässig, sich mit diesen Gedanken nicht rechtzeitig zu beschäftigen. Wie der daraus resultierende Plan aussieht hängt vom jeweiligen Einzelfall ab, aber im Minimum sollten die auf dem Server gehosteten Datenbanken regelmässig gesichert werden.

...

Alles, was darüber hinausgeht, hängt von den Bedürfnissen der Benutzer ab. Das kann von der Anforderung reichen, beim Ausfall eines Servers innerhalb kürzester Zeit einen weiteren mit dem Betrieb der Datenbanken zu beauftragen. Das kann auch so aussehen, dass beim Ausfall eines Servers und des dahinterliegenden Storage-Systems, die Datenbanken auf einem weiteren Server und einem separaten Storage-System nahezu ohne Datenverlust weiterlaufen können. Den Wünschen der Benutzer werden hier wahrscheinlich nur durch das zur Verfügung stehende Budget Grenzen gesetzt.

Tatsache jedoch ist, dass alle der oben beschriebenen Szenarien alleine mit den von SQL Server mitgelieferten Technologien und Werkzeugen realisiert werden können. Man muss nur wissen wie.

Das vorliegende Buch kann bei dieser Realisierung helfen. Der Autor erläutert zunächst, was Disaster Recovery eigentlich ist und warum man sich damit rechtzeitig beschäftigen sollte. Dann geht es von den absoluten Grundlagen wie Backup und Restore zu "fortgeschrittenen" Techniken wie Log Shipping, Datenbank-Spiegelung und Datenbank-Snapshots. Den Abschluss des Buches bilden ein eigenes Kapitel über "realistische" Disaster Recovery Planung. Gerade dieses Kapitel zeigt, dass der Autor über umfangreiche Praxiserfahrung in diesem Bereich verfügt und weiss wovon er spricht. Disaster Recovery ist vielleicht nicht der Bereich mit dem man sich profilieren kann. Vielmehr geht es um grundsolides Handwerk und dieses Wissen wird im vorliegenden Buch vermittelt.

Pro SQL Server Disaster Recovery
368 Seiten (Hardcover)
erschienen bei Apress (März 2008)
ISBN-10: 1590599675
ISBN-13: 978-1590599679

  • Kommentar von: Torsten Schuessler
    06.09.10 @ 10:29:31

    "Disaster Recovery ist vielleicht nicht der Bereich mit dem man sich profilieren kann" - stimmt gehört aber zu den Aufgaben eines verantwortungsvollen Datenbankadministrators.

  • *****
    Kommentar von: Frank Kalis
    06.09.10 @ 14:55:33

    Natürlich! Es wird vorausgesetzt, dass man das kann, wenn man sich für so eine Position bewirbt, aber die Realität sieht leider anders aus.

  • Kommentar von: Torsten Schuessler
    06.09.10 @ 17:23:17

    Du willst mich doch vernatzen! - "aber die Realität sieht leider anders aus"

  • Kommentar von: Frank Kalis
    06.09.10 @ 21:37:23

    Nein. Du glaubst nicht, wie viele Leute sich für "Experten" halten und dann nicht einmal grundlegende Fragen beantworten können. Ich habe schon einige solcher Telefon-Interviews mitgemacht.:-(

  • Holger Schmeling
    Kommentar von: Holger Schmeling
    27.10.10 @ 12:45:35

    Meine Erfahrung ist auch, dass eine Reihe selbst ernannter Experten herumläuft, denen dann doch wesentliche Basiskenntnisse fehlen. Es ist so leicht, SQL Server zu installieren und einfach einmal loszulegen...
    Mein bislang erstaunlichstes Erlebnis habe ich sogar einmal aufgeschrieben:
    http://sqlserver-online.blogspot.com/2010/02/are-you-sql-server-guru.html

  • *****
    Kommentar von: Frank Kalis
    27.10.10 @ 13:01:29

    Das ist wirklich gut!!!

    ...und deckt sich mit meinen Erfahrungen. Eine beliebte Frage von uns ist, wie auf einer Skala von 1 - 10 sich die Kandidaten im Hinblick auf SQL Server einschätzen. Die überwältigende Mehrheit antwortet: 9. Spätestens ab diesem Punkt ist dann Vorsicht angesagt. :-)

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