Zertifizierung SQL Server 2012
Mai 11th
Für die neuen Zertifizierungen des SQL Server 2012 hat sich Microsoft mal wieder was neues einfallen lassen. Dazu wurdn die alten Abkürzungen MCSA und MCSE wieder reaktiviert. Jedoch wurde aus dem ehemaligen Microsoft Certified Systems Administrator jetzt der Microsoft Certified Solutions Associate und aus dem ehemaligen Microsoft Certified Systems Engineer wird jetzt der Microsoft Certified Solutions Expert.
MCSA:
Für den MCSA SQL Server 2012 benötigt man im Ganzen 3 Zertifizierungen. Dies sind die Zertifizierungen:
Examen 70-461: Querying Microsoft SQL Server 2012
Examen 70-462: Administering a Microsoft SQL Server 2012 Database
Examen 70-463: Implementing a Data Warehouses with Microsoft SQL Server 2012
Sollten Sie bereits eine MCTS Zertifizierung für den SQL Server 2008 besitzen, können Sie den Zertifizierungsweg etwas abkürzen. Dafür sind nur noch folgende zwei Zertifizierungen nötig:
Examen 70-457: Transition your MCTS on SQL Server 2008 to MCSA: SQL Server 2012—Part1
Examen 70-458: Transition your MCTS on SQL Server 2008 to MCSA: SQL Server 2012—Part2
Den MCSE gibt es in zwei unterschiedlichen Ausprägungen. Einmal für die Datenplatform und zum anderen natürlich für den BI-Bereich. Hier die zwei unterschiedlichen Zertifizierungswege.
MCSE Data Platform:
Neben den Abschluß als MCSA SQL Server 2012 werden noch folgende Zertifizierungen benötigt.
Examen 70-464: Developing Microsoft SQL Server 2012 Databases
Examen 70-465: Designing Database Solutions for Microsoft SQL Server 2012
Sollten Sie bereits eineZertifizierung als MCITP: Database Developer 2008 oder MCITP: Database Administrator 2008 besitzen, können Sie auch diese Zertifizierung etwas abkürzen. Neben der Nachzertifizierung zum MCSA benötigen Sie nur noch diese Zertifizierung:
Examen 70-459: Transition your MCITP: Database Administrator 2008 or MCITP Database Developer 2008 to MCSE: Data Platform
MCSE: Business Intelligence
Ähnlich wie der Zertifizierungsweg zum MCSE Data Platform, sieht auch der Zertifizierungsweg für den MCSE Business Intelligence aus. Neben den Abschluß als MCSA SQL Server 2012 werden noch folgende Zertifizierungen benötigt.
Examen 70-466: Implementing Data Models and Reports with Microsoft SQL Server 2012
Examen 70-467: Designing Business Intelligence Solutions with Microsoft SQL Server 2012
MCITP: Business Intelligence 2008
Auch hier besteht die Möglichkeit die Zertifizierung etwas abzukürzen, wenn ein Abschluß als MCITP: Business Intelligence 2008 vorliegt. Neben der Nachzertifizierung zum MCSA benötigen Sie nur noch folgende Zertifizierung:
Examen 70-460: Transition your MCITP: Business Intelligence Developer 2008 to MCSE: Business Intelligence
SQL Server 2012 - Analytische Funktionen
Feb 28th
Mit dem neuen SQL Server 2012 werden auch einige neue analytische Funktionen eingefügt, die in Oracle teilweise schon seit Jahren bekannt sind. Zu diesen neuen Funktionen gehören:
CUME_DIST
PERCENT_RANK
FIRST_VALUE
LAST_VALUE
PERCENTILE_CONT
PERCENTILE_DISC
LEAD
LAG
Auf die beiden letzten Funktionen möchte ich noch etwas näher eingehen, da ich diese in Auswertungen für besonders wertvoll erachte.
Mit den beiden neuen analytischen Funktionen LEAD und LAG ist es nun ein leichtes Zeiträume miteinander zu vergleichen. Dies war vorher nur mit einiger Mühe und Self-Joins zu erreichen. Als Beispieldatenbank dient hierbei die AdventureWorks2008R2 Datenbank.
Mit der LAG Funktion, kann man den aktuellen Zeitraum mit einem früheren Zeitraum vergleichen. Es werden also vorhergehende Zeilen in eine nachfolgende Betrachtung mit einbezogen. Hierzu folgendes Beispiel:
USE [AdventureWorks2008R2]
GO
SELECT
YEAR(QuotaDate) AS Verkaufsjahr
, LAG(sum(SalesQuota)) OVER (ORDER BY YEAR(QuotaDate)) AS Vorjahresumsatz
, sum(SalesQuota) AS Jahresumsatz
, (sum(SalesQuota) - LAG(sum(SalesQuota), 1,0) OVER (ORDER BY YEAR(QuotaDate))) AS Differenz
FROM Sales.SalesPersonQuotaHistory
GROUP BY YEAR(QuotaDate)
GO
Man erhält somit folgendes Ergebnis:

Die LEAD Funktion arbeitet im Gegenzug zur LAG Funktion genau anders herum. Zu einem bestimmten Zeitraum kann ein nachfolgender Zeitraum betrachtet werden. Hierzu werden nachfolgende Zeilen in die Betrachtung mit einbezogen. Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen:
USE [AdventureWorks2008R2]
GO
SELECT
YEAR(QuotaDate) AS Verkaufsjahr
, sum(SalesQuota) AS Jahresumsatz
, LEAD(sum(SalesQuota)) OVER (ORDER BY YEAR(QuotaDate)) AS Folgejahresumsatz
, (sum(SalesQuota) - LAG(sum(SalesQuota), 1,0) OVER (ORDER BY YEAR(QuotaDate))) AS Differenz
FROM Sales.SalesPersonQuotaHistory
GROUP BY YEAR(QuotaDate)
GO
Als Ergebnis bekommt man nun dieses Resultat.

Ich denke, diese neuen Funktionen, sind nicht nur für Controller sehr wertvoll.
SQL Server 2012 - AlwaysOn Availability Group
Feb 25th
Dieses neue Feature des SQL Servers 2012 vereint die Vorteile der bekannten Hochverfügbarkeits- und Disaster Recovery Methoden. Die bekannten Methoden sind Failover Clustering, Database Mirroring (Datenbankspiegelung) und Log Shipping. Mit AlwaysOn Availability Group können bis zu fünf Server miteinander verbunden werden.
Einer dieser fünf Server ist der primäre Server und zu diesem können bis zu vier weitere sekundäre Server angeschlossen werden. Von diesen vier sekundären Server können maximal zwei Server synchron betrieben werden, der Rest asynchron. Es können jedoch auch alle asynchron betrieben werden, je nach Art der Anbindung.
Voraussetzung für dieses Szenario sind Windows Server 2008 bzw. Windows Server 2008 R2 mit installierten Windows Server Failover Cluster (WSFC). Diese benötigen einen entsprechenden Cluster Networknamen und eine IP-Adresse, jedoch kein gemeinsame Festplatten (Shared Storage).
Der SQL Server 2012 muß installiert sein, wobei schon eine StandAlone Installation genügt. Es ist kein SQL Server Failover Cluster notwendig. Bei den entsprechenden Instanzen des SQL Server kann es sich um default Instanzen wie auch um benannte Instanzen handeln, wobei die Instanznamen nicht gleich heißen müssen. Wichtig ist nur das alle Bestandteil des gleichen Windows Server Failover Clusters sind und zur Konfiguration der entsprechenden TCP Endpunkte wird ein entsprechender Domain Service Account benötigt. Sind diese Voraussetzungen und Einrichtungen soweit gegeben, kann im SQL Konfigurations Manager auf dem neuen Reiter „Hohe Verfügbarkeit mit AlwaysOn“ eingeschaltet werden.

Bitte nicht täuschen lassen, diese Option muß immer erst aktiviert werden, auch wenn bereits der Knoten unter Datenbank exitiert.
Spätestens beim Aufklappen des Knoten erhält man sonst folgende treffende Fehlermeldung:
Eine weitere Restriktion für die Availibility Group ist, das der Name im WSFC Cluster einmalig ist. Die Anzahl der Availibility Groups ist unbegrenzt, jedoch wird eine Empfehlung von maximal zehn Availibility Groups gegeben. Auch die Anzahl der Datenbanken in einer Availibility Group ist unbegrenzt, wobei die Empfehlung bei maximal 100 Datenbank liegt. Beide Empfehlungen sind sicherlich etwas tief gestapelt, so das man hier wesentlich höher ran gehen könnte.
Weitere Einschränkungen sind das nur User Datenbanken in eine Availibility Group aufgenommen werden können und keine System Datenbanken. Des weiteren müssen diese im Zustand Read-write sein. Read-only Datenbanken können nicht zu einer Availibility Group hinzugefügt werden. Dies gilt auch für Datenbanken im Single User Mode bzw. für Datenbanken mit der Option AUTO_CLOSE auf ON. Auch muß in den betreffenden Datenbanken das Wiederherstellungsmodel auf Vollständig stehen.
Jede Datenbank kann auch nur einer Availibility Group zugeordnet werden, vorausgesetzt diese ist nicht bereits für Datenbankspiegelung konfiguriert. Ist dies soweit alles gegeben, kann mit der Einrichtung der Availibility Group über den Wizard bekonnen werden. Im Wizard wird jetzt der entsprechende Name der Availibility Group festgelegt und im Anschluß daran die Datenbanken die dieser Gruppe zugeordnet werden.
Im weiteren Schritt werden die entsprechenden Replicas definiert. Einer als Primary und die weiteren als Secondary. Ebenso erfolgt die Einstellung für ein automatischen Failover sowie ob es sich um eine synchrone bzw. asynchone Verbindung handelt. Als letztes kann in diesem Schritt noch eingestellt werden, ob die Datenbanken für Read-Only Zugriffe verfügbar sind. Im Reiter Endpoints werden die entsprechenden TCP Endpunkte konfiguriert und im Reiter Backup die Möglichkeit ob von der entsprechenden Datenbank ein Backup gezogen werden kann. Im letzten Reiter Listener wird nun noch der virtuelle Netzwerkname sowie der entsprechende Port festgelegt.
Im darauffolgenden Schritt des Wizards wird der entsprechende Netzwerkpfad für die Sicherung festgelegt. Auf diesen Netzwerkpfad sollten alle Server Zugriff haben. Dort wird das Backup der Datenbanken der Availibility Group abgelegt sowie die entsprechenden LOG-Files um die Datenbanken auf den anderen Servern wieder herstellen zu können. Daran anschließend führt der Wizard einen Check aus, um festzustellen ob die Konfiguration soweit korrekt ist, woran anschl. das Ergebnis des Checks angezeigt wobei man auch die Möglichkeit hat die nachfolgenden automatischen Schritte zur Inbetriebnahme der Availibility Group sich als Script ausgeben zu lassen.
Mit einem Klick auf FERTIG wird die automatische Erstellung der Availibility Group abgeschlossen. Es wird jetzt die entsprechende Gruppe angelegt, die Endpunkte definiert sowie Backups der Datenbanken gezogen und auf den anderen Servern wieder hergestellt. Ein wichtiger Hinweis hierfür ist, die Backup Komprimierung vorher einzuschalten, da dies nicht automatisch gemacht wird und die Wartezeit doch erheblich verkürzt.
Über das entsprechende Dashboard kann nun die konkrete Einrichtung kontrolliert werden.
Dies ist nur eine kurze Beschreibung des neuen Features und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sicherlich kann man mit einer ausführlichen Beschreibung ein ganzes Buch fühlen, doch als kurze Abhandlung soll dies wohl genügen.
Neue Updates für SQL Server 2008 R2
Feb 23rd
Für den SQL Server 2008 R2 sind neue Updates erschienen. Für den SQL Server 2008 R2 ohne SP ist das kumulative Update 12 erschienen und für den SQL Server 2008 R2 mit SP 1 das kumulattive Update 05. Diese können unter folgenden Links gedownloadet werden.
Kumulatives Update 12 für SQL Server 2008 R2 SP0
Kumulatives Update 05 für SQL Server 2008 R2 SP1
Neue Updates für SQL Server 2008
Feb 1st
Für den SQL Server 2008 sind neue Updates erschienen. Für den SQL Server 2008 mit SP2 ist das kumulative Update 08 erschienen und für den SQL Server 2008 mit SP 3 das kumulattive Update 03. Diese können unter folgenden Links gedownloadet werden.
Kumulatives Update 08 für SQL Server 2008 SP2
Kumulatives Update 03 für SQL Server 2008 SP3


